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Wie Bedürfnisse dich und deine Beziehungen beeinflussen



Was ist eigentlich ein Bedürfnis?

Alle Menschen haben Bedürfnisse, das sind die grundlegenden Dinge, die wir zum Leben brauchen. Ein Bedürfnis entwickelt sich aus einem Mangelgefühl und dem Wunsch zur Beseitigung des Mangels. Dabei gibt es unterschiedliche Bedürfnisgruppen wie Existenzbedürfnisse, Kulturbedürfnisse oder Luxusbedürfnisse (siehe maslowsche Bedürfnispyramide in der angehängten Datei).

Ein Bedürfnis entsteht also aus dem Gefühl heraus, dass dir etwas fehlt. Zum Beispiel hast Du schon lange nichts mehr gegessen, daraus entwickelt sich dein Bedürfnis: Hunger. Oder du hast einen strengen Arbeitstag und Abends möchte deine Freundin noch mit Dir ausgehen und was unternehmen. Du hast einfach kaum Zeit für dich. Daraus kann sich das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung am Wochenende entwickeln.

Dein Bedürfnis gibt dir den Antrieb, etwas an dem aktuellen Zustand zu ändern. Ein Bedürfnis ist also auch ein Signal deines Körpers, dass dir den Weg zu deiner Zufriedenheit weist. Man könnte auch sagen: sind deine Bedürfnisse erfüllt, bist du glücklich.

So einfach wäre es, wenn wir doch nur mehr auf unseren intelligenten Körper oder unser so genanntes Bauchgefühl hören würden ;-)

Leider wird das Ausdrücken von Gefühlen oder Bedürfnissen in unserer Kultur eher verdrängt.

Ich erlebe in den Beratungen immer wieder, dass Menschen ihre Bedürfnisse gar nicht kennen, weil sie verlernt haben auf ihre Körpersignale zu hören.

Das ist für mich ein enorm wichtiger Punkt, gerade beim Thema Ernährung, wenn es z.B. um die Erziehung der Kinder geht. Man kann Kinder helfen ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und sie auch danach Handeln lassen oder mann kann ihnen einfach stupide Regeln auferlegen, nach denen sie sich verhalten müssen. So verlernen sie auf ihren Körper zu hören und werden als Erwachsene gar keinen Zugang mehr zu ihren Körpersignalen (Bedürfnissen) haben. Dies sind dann die Menschen die bei mir in der Beratung landen. Sie haben z.B. gelernt den Teller leer zu essen, so viel zu essen wie ihnen ihre Mutter geschöpft hat, ruhig zu sein und sich mit dem Handy zu beschäftigen, wenn sie auf die Eltern warten müssen, etc. Sie haben gelernt zu tun, was man ihnen sagt. So wie es auch in unserem Bildungssystem, leider immer noch zu oft, gefördert wird. Anstatt auf die eigenen Bedürfnisse oder den eigenen Verstand zu hören und danach zu Handeln.


Unter folgendem Link findest du die maslowsche Bedürfnispyramide sowie den GFK Bedürfnisse-Navigator.

Bedürfnisse
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Beginne damit, dich achtsam mit deinen eigenen Gedanken, Gefühlen und Handlungen auseinanderzusetzen. Der Bedürfnisnavigator hilft dir dabei. Geh folgender massen vor:

  1. Gefühle identifizieren: Spüre nach, welche Bedürfnisse oder Gefühle du in bestimmten Situationen empfindest. Nutze den Augenblick, jetzt. Was fühlst du gerade jetzt? Nutze den Navigator und du wirst merken, was gerade bei dir ansteht und welche Bedürfnisse befriedigt werden möchten. Tu es jetzt;-)

  2. Bedürfnisse erkennen: Frage dich, welche Bedürfnisse oder Werte hinter deinen Gefühlen stehen. Bedürfnisse sind universelle menschliche Anliegen wie Ruhe, Hunger, Empathie, Sicherheit, Anerkennung, Verbindung usw. Wenn Du z.B. traurig bist... welches Bedürfnis steckt gerade dahinter? Hat man Dir nicht zugehört, möchtest Du mehr Beachtung oder möchtest du dich mehr als Teil einer Gruppe fühlen oder bist du traurig, weil dich jemand enttäuscht hat, respektive weil du zu hohe Erwartungen hattest? Es könnte alles möglichen sein. Lies dir den Gefühlsnavigator immer wieder durch und du wirst immer besser spüren, was es denn gerade ist, was dir fehlt. Welches Bedürfnis noch gestillt werden möchte.

  3. Selbstempathie: Wende Selbstempathie an, indem du dich einfühlsam fragst, welche Bedürfnisse in dir nicht erfüllt sind und wie du diese Bedürfnisse befriedigen könntest. Mach etwas was dir gut tut. Du darfst/sollst deine Bedürfnisse befriedigen. Denn nur wenn es dir gut geht und du glücklich bist, kannst du auch mit anderen Menschen eine glückliche Beziehung führen.

  4. Übung und Geduld: Die Anwendung des GFK Bedürfnisnavigators erfordert Übung und Geduld. Es ist eine bewusste Veränderung der Denk- und Kommunikationsweise, die mit der Zeit immer natürlicher wird. Die Anwendung des GFK Bedürfnisnavigators kann dir helfen, eine empathische und effektive Kommunikation zu fördern, sowohl mit dir selbst als auch mit anderen. Es kann helfen, Beziehungen zu vertiefen und Konflikte konstruktiv zu lösen.

Viel Spass beim Üben und Nachspüren.


Von Herzen


Claudia







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